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Freitag, 18. Mai 2012

Berlin Frohnau

Der Fürst Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck aus Oberschlesien initierte 1908 und 1910 die Anlegung von Frohnau. Nach ihm wurde auch der Fürst Donnersmarckplatz in Frohnau benannt. 1907 kaufte die Gesellschaft Waldgelände auf beiden Seiten der berliner Nordbahn von der Familie Veltheim in Schönfließ. Dort wurde dann eine Villenkolonie gegründet, die man dann Gartenstadt Frohnau nannte.

Angelegt wurde die Gartenstadt rund um die Bahnhofsgebäude der Berliner Vorortbahn.

Der Landschaftsarchitekt Ludwig Lesser arbeitete ein Gesamtkonzept nach englischen Vorbildern aus. Die Haupterschließungsstraßen haben Ihren Ausgangspunkt an der Doppelplatzanlage Ludolfinger und Zeltinger Platz.

Die Einweihung des Ortes erfolgte am 7. Mai 1910. Der größte Teil der erbauten Villen und Häuser erfolgte zwischen den beiden Weltkriegen. Die geplante Bebauung des nordöstlichen Teils ist nie erfolgt, obwohl schon Straßen und Gehwege gepflastert waren und Bäume verpflanzt wurden. Bei Spaziergängen durch den Frohnauer Wald, kann man die alten Straßenwege noch gut erkennen und belaufen.

1938 entstand dann die Invalidensiedlung wobei der Eingang Richtung Norden nach Hohen Neuendorf in Brandenburg war. Frohnau war Kommunalrechtlich ein Teil von Stolpe und bildete seit 1910 einen eigenen Gutsbesitz. 1917 trennte man den nördlichen Teil weiter ab und es wurde Kaiserlich Frohnau daraus. Obwohl es einen heftigen Widerstand der steuerkräftigen Bewohner gab, wurde am 1.Oktober 1920 Frohnau in die Großgemeinde eingegliedert und wurde ein Ortsteil von Reinickendorf.

Besetzung des Ortsteil 22. April 1945 durch sowjetische Truppen. Zum französischen Sektor gehörte Frohnau vom 12.August 1945 bis zum 2.Oktober 1990. Die wichtigste Hauptstraße war die Bundesstraße 96.