Ortsteil Berlin-Wittenau
Dalldorf das heutige Wittenau hatte seine Anfangszeit um 1322 und bestand fast nur aus Wald und Heideland. Die ersten Einwohnerzahlen gegen 1734 beliefen sich auf 124. Nach der Eingemeindung 1920 stieg die Zahl dann auf über 10000 an.
Peter Witte hat 1905 Dalldorf aufgrund der Nervenheilanstalt Karl-Bonhoeffer umbenannt.
Er fürchtete einen negativen Zusammenhang zu sehen und zu spüren.
Durch den Bau der Eisenbahn nach Oranienburg und Kremmen erlebte Wittenau einen erheblichen Aufschwung .Die heutige Dorfkirche hat sich bis heute und Ihrer Entstehung 1480 kaum verändert. Ebenfalls hat das 1911 erbaute Rathaus Reinickendorf noch heute bestand. Auf der damaligen Dalldorfer Heide, die 200 Morgen groß war, entstand die Werkssiedlung Borsigwalde der Firma Borsig.
Berlin Märkische Viertel
Das Märkische Viertel liegt am Ostrand des Bezirks Reinickendorf und hat einen Durchmesser von etwa 2 Kilometern. Es war die größte Neubausiedlung vom damaligen West Berlin. Es grenzt an den Bezirk Pankow und lag damit sehr dicht an der Berliner Mauer.
Nördlich gelegen findet man den Bezirk Lübars. Auffallend ist, das an der südlichen Seite zehnstöckige Hochhäuser empor ragen, währenddessen an der Nordseite Kleingärten und Felder zu finden sind.
Aufgrund unerschlossenen Grundstücken und unzulänglichen hygienischen Verhältnissen, übernahm der Senat 1960 die weitere Planung. Die sogenannten grünen Slums sollten so schnell wie möglich verschwinden. 1962 wurde dann ein bauliches Konzept vorgelegt, wie das Märkische Viertel gestaltet werden soll. Der damalige Bausenator Rolf Schwedler berief die Gesobau (Gesellschaft sozialer Wohnungsbau) zum Sanierungsträger.
Die Neubauten wurden von mehr als 35 In und ausländischen Architekten geplant.
Die Bauten glichen Hochhausketten von unterschiedlichen Höhen.
Es wurden Einkaufsmöglichkeiten um den zentralen Marktplatz gebaut. Spielplätze, ein Schwimmbad und diverse Geschäfte platzierte man drum herum und mitten drin.
Die ersten Mieter bezogen bereits im August 1964 die ersten Wohnungen.
Das Märkische Viertel litt schnell unter einem schlechten Ruf, da man die Wohnungen schneller fertig hatte und die Infrastruktur nicht mithalten konnte.
Hinzu kam, dass immer mehr Architekten eine solche Retortensiedlung nicht mehr für angebracht hielten und entdeckten die Altbausanierung und die Erneuerung alter Stadtviertel.
Somit war das Märkische Viertel nicht mehr zeitgemäß und man schenkte ihm nur noch wenig Beachtung. Im laufe der Zeit zogen dann Menschen aus Altbauwohnungen dort ein, da Ihre geliebten Altbauwohnungen abgerissen oder komplett saniert wurden.
Die folge war das viele sich das Leben nahmen weil Sie in der neuen Umgebung nicht mehr zu recht kamen. Die neue Lebensumgebung war wohl so drastisch und unertragbar , dass Sie keinen anderen Ausweg wussten. Das wiederum warf, durch die Medien hochgepuscht , ein noch schlechteres Bild auf diese Viertel. Sogar Busfahrten wurden organisiert um das Elend zu zeigen und zu Fotografieren.
Nach Ausbau und Anpassung der Infrastruktur wurde das Gesicht vom Märkischen Viertel im freundlicher, so das heute Familien dort gerne leben und immer wieder neue dort hinziehen wollen.